Teil I Freitag, 20. März 2026, 11:00 Uhr Katalognummer 1-900
Teil II Samstag, 21. März 2026, 11:00 Uhr Katalognummer 901-ENDE
8 wichtige Regeln der Art & Collect Auktion
1. Keine Zusatzkosten für das Live-Bieten via www.Lot-tissimo.com und www.drouot.com
2. Bitte bargeldlose Zahlung bevorzugen.
3. Telefonisches Bieten ist bedingt möglich.
4. Bitte beachten Sie, dass das Angebot dieser unlimitierten Versteigerung
komplett mit Abbildungen ausschließlich im Internet aufgelistet ist.
5. Eine Vorbesichtigung wird dringend empfohlen.
6. Alle Stücke werden ohne jede Zusicherung versteigert.
7. Reklamationen sind nach dem Zuschlag ausgeschlossen.
8. Die Ware muss nach vorheriger Terminabsprache
bis spätestens 07.04.26 abgeholt werden.
Montags bis freitags ist unser Auktionshaus von 10.00-18.30 Uhr
und samstags von 10.00-13.00 Uhr geöffnet.
- Katalog-Nr: 401Karl Stachelscheid (1917-1970). Akt und Satyre. Tusche / Bleistift, re./u./sign., mit Passepartout hi./Gl. gerahmt, 62 x 48 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 402Oleg Zinger (1910-1998). „Heimatdorf“. Mischtechnik, li./u./sign., mit Passepartout hi./Gl. gerahmt, 37 x 47 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 403Maler des 20. Jhs. Kühe auf der Weide. Öl/Lw., re./u. unleserlich sign., gerahmt (30,5 x 41 cm); dazu Rahmen mit Öldruck, 37 x 44,5 / 51 x 57 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 404Rudolf Jelinek (ca. 1880-1950). Kinder als Obstverkäufer. Öl/Lw., re./u./sign., gerahmt, 50 x 60 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 405Jacques Hayet (Maler des 20. Jhs.). Fischkutter vor Küste. Öl/Holz, re./u./sign. (20,5 x 28 cm); dazu Maler des 20. Jhs. Küstenlandschaft mit Booten und Personen, Öl/Lw. (50 x 70,5 cm) und Dampfschiff vor orientalischer Stadt, Öl/Lw. (71 x 80 cm). Je gerahmt.o.L.
- Katalog-Nr: 406Fünf Aquarelle: Christa Krug (*1945), „Die Burg Giebichstein in Halle“, re./u./sign./dat. 1993, verso beschriftet (37 x 48 cm); Manfred Pietsch (1936-2015), Sommerlandschaft mit Personenstaffage, re./u./sign. (33,5 x 45 cm); Hedwig Holtz-Sommer (1901-1970), Panoramalandschaft, re./u./monogr. (28 x 36,5 cm) sowie zwei weitere Landschaften (22 x 35,5 / 30 x 37 cm). Je hi./Gl. gerahmt.o.L.
- Katalog-Nr: 407Großer Rahmen. Deutsch um 1900. Massivholz / Stuck, auf Kreidegrund vergoldet; profiliert mit Blumen-, Muschel- und Rocailledekor, 69,5 x 106,5 cm. (besch.)o.L.
- Katalog-Nr: 408Wilhelm Friedrich Giessel (1869-1938). Wirtshausszene. Öl/Lw., re./u./sign., gerahmt, 66 x 93 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 409Spätbiedermeier-Nachttisch. Deutsch 19. Jh. Nussbaum furniert, teilw. massiv; abgerundete Klotzfüße, eintürige Front, darüber Schub, abgeschrägte Kanten, überstehende Platte, H=81 cm, B=39 cm, T=36 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 410Biedermeier-Tisch. Deutsch 19. Jh. Massiv Kirschbaum; Spitzfüße, einschübiger Tischkasten, überstehende Platte, H=77 cm, B=90 cm, T=62 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 411Servierwagen, faltbar. Deutsch 1960er Jahre. Chromgestell / Formica, auf Rollen, H=77 cm, B=68 cm, T=42 / 22 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 412M. Schultze (Maler des 19. Jhs.). Flusslandschaft mit Personenstaffage am Weg und Gebirgszug. Öl/Lw., re./u./sign., gerahmt, 28,5 x 45,5 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 413Seltener Modell-Vitrinenschrank. Holland 18. Jh. Massiv Eiche, furniert mit Mahagoni; dreischübiges, gebauchtes Kommodenunterteil mit eintürigem, versprosstem Vitrinenaufsatz, H=96,5 cm, B=79,5 cm, T=26 cm. (Schlüssel fehlt)o.L.
- Katalog-Nr: 414Jean Canneel (1889-1963). „Famille indigène lisant la bible“. Gips, farbig gefasst, seitl. am Sockel sign. (H=126 cm). Ausgestellt auf der EXPO 58, der Weltausstellung in Brüssel 1958, im Palast von Belgisch-Kongo und Ruanda-Urundi.o.L.
- Katalog-Nr: 415Bildgießer des 20. Jhs. Weiblicher Akt. Bronze, auf der Plinthe seitl. unleserlich sign., mit Marmorsockel, H=22 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 416Hochbedeutende, chinoise gelackte, höfische Standuhr. Mannheim, Hofuhrmacher Anthonius Schmitz um 1730-40. Überaus fein gelacktes und teilvergoldetes Holzgehäuse mit profiliertem und erhöhtem Sockel, eingezogener Schulter und elegant aufsteigendem Pendelkasten mit rund ausgeschnittenem Pendelgucker (H=265 cm, B=50 cm, T=30 cm). Das Werkgehäuse dreiseitig verglast und pagodenartig abschliessend. Geschweiftes und bogenartiges Kranzgesims. Das Zifferblatt mit versilbertem Zifferring für römische Stundenzahlen und arabischen Minutenangaben. Das innere Zifferfeld fein vergoldet. Die Stahlzeiger patiniert und versilbert, durchbrochen mit Herzmotiven. Zwischen den römischen Stundenzahlen feine Fleur de Lys-Motive. Weibliche Mascarons in schönster Régence-Manier, umgeben von feinem Rollwerk von Ranken und Blüten, alles in vergoldetem Metall, betonen die Ecken. Über dem Zifferblatt auf versilbertem Medaillon die von Ehrenlaub umrahmte Signatur des Hofuhrmachermeisters Anton Schmitz, in geschwärzten Lettern ANTHONIUS SCHMITZ MANHEIM, flankiert von rankenumwundenen Delphinen. Alles auf rotem Grund montiert. Das Werk mit Schlagwerk auf acht massiven Tonfedern wurde im 19. Jh. ergänzt. Das prächtige Gehäuse mit feinster, polychromer Chinoiseriemalerei auf schwarzem Grund. Fantasievolle Parklandschaften, ausgestattet mit höfischen Figuren, Parasolträgern und paradiesischen Vögeln, Schlossanlagen auf felsigen Hügeln, Pagoden in allen Formen, zieren die prächtige Front. Die Schmalseiten mit Rankenwerk und fantasievollen Gewächsen. Das Innere in roter Fassung. Das ganze Gehäuse in völlig unberührtem Originalzustand; das Uhrwerk im 19. Jh. ergänzt. Provenienz: Möglicherweise für Kurfürst Karl III. Philipp von der Pfalz für dieKurpfälzer Residenzschlösser Schwetzingen oder Mannheim gefertigt; alter Basler Patrizierbesitz. Die hier angebotene, höfische Standuhr mit feinster Lackmalerei, aus der Zeit um 1730-40, ist ein bedeutendes Werk des Mannheimer Hofuhrmachers Antonius Schmitz und eines noch unbekannten, wohl kurpfälzischen Lackmalers und gehört mit seinem völlig unverfälschten Gehäuse zu den schönsten Schöpfungen der süddeutschen Lackkunst der ersten Hälfte des 18. Jhs. Eine elegante Tischuhr des Meisters Schmitz mit völlig identisch graviertem, versilbertem Zifferring, wiederum mit den leicht stilisierten Lilien, den Fleurs de Lys, zwischen den römischen Ziffern und identischen Eckzierden mit Mascarons in vergoldeter Bronze, wie auch den von Ranken umrahmten Delphinen, fand sich in den Sammlungen der Großherzöge und Markgrafen von Baden und wurde durch Sotheby’s im Oktober 1995 als Los 94 versteigert (Zuschlag DM 50.400,00). Die Markgrafen-Uhr mit ihrem ebonisierten Gehäuse dürfte wohl für den Kurfürsten Karl III. Philipp von der Pfalz (4. Nov. 1661 in Neuburg an der Donau – 31. Dez. 1742 in Mannheim) entstanden sein und es ist mit größter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch unsere Standuhr mit ihrer stattlichen Höhe und ihrem höfischen, chinoisen Dekor für den Kurfürsten geschaffen wurde. Vielleicht für dessen Residenzschloss in Schwetzingen oder auch für das seit 1720 in Bau befindliche Mannheimer Schloss, wohin die kurpfälzische Residenz in Heidelberg 1720 übersiedelte. Karl III. Philipp nahm von 1691 bis 1694 an den Türkenkriegen teil und wurde in den Rang eines Generalfeldmarschalls erhoben und in der Folge 1694 als Ritter in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen. Der kunstbegeisterte Regent verlegte seine Residenz von Heidelberg nach Mannheim, wo nach Entwürfen des Architekten Jean Clemens Froimon, im Jahre 1720 mit den umfangreichen Bauarbeiten begonnen wurde. Durch Froimon entstand 1725 auch die erste Gesamtansicht der grandiosen Schlossanlage. 1726 wurde Froimon durch den berühmten Guillaume d’Hauberat als Hofbaumeister abgelöst. In dieser Zeit wurden die prächtigen Deckengemälde des Schlosses durch Cosmas Damian Asam (1728-1730) geschaffen. Mit Alessandro Galli da Bibiena begann 1740 die zweite Bauphase des Mannheimer Schlosses, welches nach dem Tode des Kurfürsten 1742 durch dessen Nachfolger, Karl Theodor, in den Jahren um 1760 abgeschlossen werden konnte. Architekt dieser letzten Bauphase war ab 1750 der in Lunéville geborene Architekt Nicolas de Pigage, zu dessen Hauptwerken der Schwetzinger Schlossgarten, die Mannheimer Hofbibliothek und das Schloss Benrath bei Düsseldorf gehörten. Im Mannheimer Schlossinventar von 1755 werden zwei Standuhren mit «laquirten gestell» erwähnt, doch lassen solch sehr vereinfachte Beschreibungen in Inventaren des 18. Jahrhunderts eine genauere Zuweisung nicht zu. Vertieftere Recherchen könnten zur Klärung der ehemaligen Aufstellung dieser kurpfälzischen Schlossuhr beitragen. Ganz sicher war ihr Auftraggeber aber ein Mitglied des Herrscherhauses, davon zeugen nicht nur die stattlichen Ausmasse dieser Bodenstanduhr, sondern auch die von allerhöchster Lackkunst überzogene Schaufläche des Uhrengehäuses selbst, wie wir sie etwa zeitgleich nur in den Werken etwa der Berliner Meister Gérard und Jacques Dagly oder des Andreas Völckert antreffen, wie sie aber in vereinfachter Form auch in Bamberg oder Weikersheim anzutreffen sind. Der bis anhin unbekannte Schöpfer der sehr feinen Lackmalerei unseres Uhrengehäuses orientiert sich sehr genau an ostasiatischen Lackarbeiten, wie wir sie etwa in sehr verwandter Form im Lackkabinett in Schloss Falkenlust in Brühl eingebaut vorfinden, einer Schlossanlage, die durch den Kölner Kurfürsten und Erzbischof Clemens August in Auftrag gegeben wurde, und in den Jahren zwischen 1729 bis 1737 nach Plänen des kurbayerischen Hofbaumeisters François de Cuvilliés entstand und zu den feinsten Schöpfungen des deutschen Rokokos gehört. Es ist zu hoffen, dass die hier angebotene Standuhr wiederum Aufstellung in einem der Schlösser unseres Bundeslandes findet oder aber gleiche Wertschätzng in einer Privatsammlung erfährt, wie sie diese in über 100 Jahren in Basler Patrizierbesitz erleben durfte. Vgl. Philippe von Württemberg, „Das Lackkabinett im deutschen Schlossbau: Zur Chinarezeption im 17.und 18. Jahrhundert“, Bern 1998; Monika Kopplin, „European Lacquer“, München 2010.o.L.
- Katalog-Nr: 417Deckeldose in Herzform. Italien um 1900. Marmor, floral intarsiert mit Perlmutt, H=3 cm, B=4,7 cm, T=5 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 418„Erté“, Romain de Tirtoff (1892-1990). „Daydreams“. Auf Rollkissen liegende leicht bekleidete Dame. Bronze, farbig staffiert, limitierte Aufl. 33/375, sign., mit Firmenschriftzug „1989 Chalk & Vermilion and Sevenarts“, H=36 cm, B=45 cm, T=15 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 419Revolutionsteller. Russland. Porzellan, bunt bemalt, verso beschriftet „1902“ und „1922“, D=24,2 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 42013-tlgs. Prunkservice. Meissen 19. Jh. Porzellan, mit kobaltblauem Fond, Goldspitzenbordüren und -kartuschen. Reserven exzellent bunt bemalt mit Schäferszenen in Landschaft, verso bunt bemalt mit Blumenbouquet. Am Boden unterglasurblaue Schwertermarke. Bestehend aus: Eine Teekanne (H=17 cm), ein Milchgießer (H=14,5 cm), eine große runde Kumme (H=10,5 cm, D=22,5 cm) und zehn Tassen mit Unterschalen.o.L.
- Katalog-Nr: 421„James Rizzi und die Heidelberger Telefonkartenedition“ mit drei Karten à DM 6,00, unterstützt von Galerie Vogel, Sport Krämer und Tischer, Heidelberg.o.L.
- Katalog-Nr: 422Fünf Ersttagsbriefe mit farbigen Aufklebern: „Apollo 8“ 5. Mai 1969, „Apollo 10“ 18. Mai 1969, „Apollo 11“ 16. Juli 1969, „First men on the moon“ 20. Juli 1969 und „Triumphant Return from Moon“ 24. Juli 1969.o.L.
- Katalog-Nr: 423Maler des 20. Jhs. Porträt eines sitzenden Herren. Öl/Holz, gerahmt, 26 x 22 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 424Maler des 19./20. Jhs. Knabenbildnis nach Jacques-Louis David. Öl/Lw., gerahmt, 47,5 x 39,5 cm.o.L.
- Katalog-Nr: 425Kreuzuhr. Wohl Frankreich, sign. „Etienne Bordier fecit“. Silbergehäuse, beidseitig aufklappbar, mit Bergkristall, H=7,2 cm, B=5,7 cm, T=3,4 cm. (Funktion ungeprüft)o.L.